Aufbau der Weiterbildung

Voraussetzung:
Weiterbildung/Zertifikat Systemische Beratung oder Weiterbildung/Zertifikat Systemische Therapie

 

 

Supervision
50 UE à 45 Min.

Intervision
50 UE

Nachgewiesene Praxis
50 protokollierte Stunden
à 60 Min.

Eigenarbeit
50 UE

Mindestens ein dokumentierter und vorgestellter Fall

Prozessbericht

 

Zertifikat Systemische Kinder- und Jugendlichentherapie

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Grundlagen der Weiterbildung

AZAV zertifiziert

In der Weiterbildung Systemische Therapie wurde der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen naturgemäß Aufmerksamkeit geschenkt, zumal sie oft als Indexpatient*innen vorgestellt werden. Dennoch ist es häufig eine Herausforderung, sie aktiv in guter Weise mit einzubeziehen. Kinder haben eine besondere Art des Kommunizierens: es bedarf einer alters- und entwicklungsgerechten Form, um einerseits zu ihnen Zugang zu finden und ihnen andererseits zu ermöglichen, mit uns zu kooperieren. Dieses gelingt leichter durch eine kindgerechte Sprache, den Einsatz von Symbolen, Objekten und kreativen Materialien.

Kenntnisse anthropologischer und entwicklungspsychologischer Besonderheiten der verschiedenen Altersstufen und Erfahrungen mit entwicklungspathologischen Zuschreibungen erweisen sich als hilfreich, um in wertschätzender Haltung mit Kindern und Jugendlichen therapeutisch zu arbeiten.

In dieser Weiterbildung wollen wir uns Zeit nehmen, diesen Besonderheiten mehr Aufmerksamkeit zu widmen, um unsere Professionalität im Umgang mit Kindern und Jugendlichen sowie den einbezogenen Ressourcenpersonen und Helfersystemen noch zu erweitern, um gemeinsam nach kreativen Möglichkeiten zu suchen.

Durchführung

Die aufbauende Weiterbildung wird in Modulform durchgeführt. Die Module können auch einzeln und in beliebiger Reihenfolge je nach Interesse belegt werden. Teil­nehmer*innen, die sich für den gesamten Ausbildungsgang anmelden, haben Platzpriorität.

Inhaltsgleiche Seminare können auch an anderen Instituten der Systemischen Gesellschaft, die dem Modulsystem angeschlossen sind, besucht werden und werden vom IF Weinheim anerkannt. Das Curriculum ist entsprechend der Planungen kompatibel strukturiert. Ein Supervisionstag ist dem Modul angehängt, das kann in anderen Instituten anders geregelt sein.

Dieses Curriculum wird analog im Bremer Institut für systemische Therapie und ­Supervision, im Kasseler Institut, im Hamburger PPSB, im APF Köln, im Institut an der Ruhr, Bochum, ­und im viisa Institut Marburg angeboten. Dem Arbeitskreis (innerhalb der Systemischen Gesellschaft) sind ebenfalls angeschlossen: ISI Berlin, SIS Sachsen, StIF Stuttgart, ISS Hamburg, BIF Berlin und NIS Hannover (alle Kontaktadressen: www.systemische-gesellschaft.de). Termine und Aktualisierungen siehe in den jeweiligen Institutskalendern. Die Module sind kompatibel und werden gegenseitig angerechnet.

Zertifizierung der Weiterbildung

Teilnehmer*innen, die alle Seminare und sonstigen Ausbildungsteile absolviert haben, erhalten das Zertifikat „Syste­mische*r Kinder- und Jugendlichentherapeut*in". Die Weiterbildung wird vom IF Weinheim und von der SG zertifiziert. Voraussetzung hierfür ist die Teilnahme an allen 6 Modulen, 50 LE à 45 Minuten Supervision, 50 LE Intervision, 50 Stunden Therapie/­Beratung in der Praxis und 50 LE Literaturstudium. Jede*r Teilnehmer*in muss ebenso mindestens einen Fall durch Exzerpt, Video oder live vorgestellt haben. Die Live-­Supervision muss rechtzeitig vorher angekündigt werden. Zum Abschluss ist ein die Praxis dokumentierender Bericht vorzulegen.

Voraussetzungen für die Erteilung des Weiterbildungsnachweises für die Weiterbildung Systemische Kinder- und Jugendlichentherapie durch die Systemische Gesellschaft (SG): In Verbindung mit dem Zertifikat Systemische Beratung und Systemische Therapie IFW oder SG ermöglicht dieses Zertifikat die Erlangung des SG-Weiterbildungsnachweises Systemischer Kinder- und Jugend­lichentherapeut SG.

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Seminarinhalte und Termine

Die Seminare schließen sich in ihrem Aufbau den Überlegungen u.a. von L.S.Vygotskij an, dass Entwicklung nicht linear erfolgt, sondern in qualitativen Sprüngen in bestimmten sen­siblen Altersphasen. In jedem Seminar wird somit einerseits Raum und Zeit sein für allgemeinere Betrachtungen über die jeweilige Altersgruppe sowie andererseits den spezifischen Besonderheiten der Altersstufe und den damit verbundenen Herausforderungen für Eltern und Bezugspersonen im Rahmen von zusätzlichen Themenangeboten und ­Methoden Bedeutung geschenkt.

In jedem Seminar werden folgende Aufmerksamkeitspunkte beachtet:

  • Entwicklungsbesonderheiten der jeweiligen Altersstufe und der Familiensituationen
  • Wie bekomme ich (methodisch) Zugang zu Kindern dieser Altersstufe und den Eltern? Wie erleichtere ich den Kindern den Zugang zu mir? Alters- und entwicklungsgemäße kreative Methoden (Visualisierungstechniken, Geschichten und Metaphern etc.)
  • Entwicklung angemessener Arbeitsbündnisse mit allen Beteiligten
  • Schwerpunktbezogene Theorieblöcke
  • Physische und psychische Entwicklungsaufgaben und -besonderheiten des Kindes, einschließlich entwicklungspathologischer Besonderheiten
  • Typische „Störungsbilder" und Diagnostik (einschließlich Ressourcen- und Beziehungsdiagnostik); somatische Voraussetzungen und Besonderheiten
  • Helfersettings
  • Chancen, Herausforderungen und Themen in der Beziehungsgestaltung innerhalb der Familie (Eltern, Geschwister, Großeltern etc.) und außerhalb (Gleichaltrige, Freunde, Nachbarn, Lehrer etc.)
  • Selbstreflexion der eigenen Kindheitserfahrungen der Teilnehmer*innen bezogen auf die jeweilige Altersstufe und deren Bedeutung für Multiple Empathie und Berufsrolle
  • Praxistag mit Fall-Supervision anhand der von den Teilnehmer*innen mitgebrachten Fälle (Transskript, Exzerpt, Video, Live)

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Programm

Oberste Kategorie-Wurzel

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Anerkennung von Modulen

Das Seminar „Mit der Angst im Bunde ...“ (Sem.-Nr. 20EC-04-03) aus dem Weiterbildungsangebot „Systemische Präsenz, Neue Autorität und Elterncoaching“ wird für ein Modul in der aufbauenden Ausbildung „Systemische Kinder- und Jugendlichentherapie" anerkannt.

Kosten

Die Weiterbildung kostet ab 01.01.2019 insgesamt € 2.840,-.

Darin enthalten sind alle Seminargebühren und Supervisionen sowie Aufnahme- und Zertifikatsgebühr:

6 Module inkl. Supervision (20 Tage): € 2.520,-
Aufnahme-, Verwaltungs- und Zertifikatsgebühr: € 320,-
Nicht enthalten sind die Kosten im Seminarhaus.

Die Kosten reduzieren sich um € 150,-  (Aufnahme- und Zertifikatsgebühr) für Teilnehmer*innen, die bereits eine Ausbildung am IF Weinheim absolviert haben.

Hier finden Sie Informationen zu finanziellen Fördermöglichkeiten der Ausbildung.

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Die Übernachtung im Seminarhaus wird während des Seminars empfohlen, da abends in ­Triaden (3 Personen) das am Tag Erfahrene mit speziellen inhaltlichen ­Anregungen und ­Impulsen vertieft wird. Alle Teilnehmer*innen werden mit der Anmeldung zum ­Seminar von der Ge­schäfts­­stelle zur Übernachtung und Verpflegung im jeweiligen Seminarhaus angemeldet. Die ­Kosten sind in der Teilnahme­gebühr nicht enthalten. Bei Stornierung von Seminaren durch Teil­nehmer*innen ­müssen diese auch das Seminarhaus absagen.

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Teilnahmevoraussetzungen

  • Ausbildung/Weiterbildungsnachweis Systemische Therapie oder Systemische Beratung an einem Institut der Systemischen Gesellschaft oder der DGSF
  • Zwei Jahre Berufspraxis
  • Möglichkeit zur praktischen Arbeit in einem psychosozialen Kontext mit Kindern und Jugendlichen
  • Anmeldung mit Bewerbungsunterlagen bei der Geschäftsstelle


Informationsgespräche

Bei offenen Fragen und Abklärung von Teilnahmevoraussetzungen besteht die Möglichkeit, ein persönliches Informationsgespräch mit einem Lehrtherapeuten/einer Lehrtherapeutin zu führen.

Die Mailadressen der Dozent*innen finden hier.

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Anmeldeverfahren


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