Systhema - Heft 1 - 2019

VORWORT

Kerstin Schmidt
S. 4

Themenschwerpunkt: Humor in der systemischen Praxis 

Originalbeiträge

Cornelia Schinzilarz, Charlotte Friedli:
Humor mal drei: Haltung – Kompetenz – Handlung

S. 6-18

Zusammenfassung

Humor philosophisch betrachtet ist in der menschlichen Haltung verankert, verstärkt die jeweiligen Kompetenzen und zeigt sich in unterschiedlichen Humorhandlungen. In Verbindung mit den systemischen Ansätzen und dem Kommunikationsmodell „Gerechtes Sprechen“ wird Humor fokussiert, vertieft und in konkrete Handlungen übersetzt. So werden Potenziale gezielt erkannt und Lösungen nachhaltig umsetzbar. Eine kleine Einführung in die heitere Handhabung von Tools, Fragen, Bildern und Ritualen zeigt den konkreten Einsatz von Humorhandlungen auf. 

Abstract

From a philosophical point of view, humour is anchored in the human attitude, reinforces the respective competences and manifests itself in different humour actions. In connection with the systemic approaches and the communication model of “Gerechtes Sprechen”, humour is illuminated, deepened and translated into concrete actions. In this way, potentials are specifically identified and solutions can be implemented sustainably. A brief introduction to the cheerful use of tools, questions, images and rituals shows the concrete use of humorous actions.

 

Peter Hain:
Entlassung auf Bewährung – Hypnosystemisches Arbeiten mit humorvollen inneren Bildern

S. 19-30 

Zusammenfassung

Illustriert mit mehreren eindrücklichen Fallbeispielen wird das psychotherapeutische Potenzial einer humorvollen Grundhaltung und liebevoll provokativer Interventionen im Rahmen des Hypnosystemischen Ansatzes beschrieben. Die Arbeit mit gemeinsam entwickelten humorvollen inneren Bildern wirkt gleichsam hypnotisch wie systemisch, kann einen genuss- und würdevollen Zugang zu alten und neuen Ressourcen bieten und helfen, den als problematisch und beschämend erlebten Kontext umzudeuten. Eine Definition des „therapeutischen Humors“ ermöglicht es Therapeuten, verletzende Ironie, Sarkasmus und Zynismus auszuschließen, und Klienten, unmittelbar Hoffnung und Zuversicht wie auch Selbstvertrauen und Würde zu erleben.

Abstract

Illustrated by some impressive case reports the author describes therapeutic effects of a humorous attitude combined with affectionate and provocative interventions in the frame of a “Hypno-Systemic” approach. Developping humorous metaphors and visions together with clients has both ‘hypnotic’ and ‘systemic’ effects, leads to regain former and discover new ressources and helps to reframe the problematic and shamefull context. A definition of “Therapeutic Humour” is necessary to avoid offensive irony, sarcasm and zynism in the therapeutical relationship and to enable clients in experiencing hope, confidence, self-esteam and dignity.   

 

Alexander Lohmeier:
„Das soll wohl ein Witz sein!“ – Humor in Beratung und Therapie

S. 31-43 

Zusammenfassung

Humor in Beratung oder Therapie kann ein wichtiges Element sein, um verhärtete Sichtweisen aufzulockern, um Distanz zum Problem zu finden oder um ein gutes Arbeitsklima zu schaffen. Dieser Beitrag schildert die wichtigsten Techniken zum Einsatz von Humor in der Arbeitsbeziehung zu den Klienten. Hauptsächlich geht es dabei um konstruktiven Humor, denn das gemeinsame Lachen über ein Thema ist ungleich produktiver als das Auslachen des Gesprächspartners. Der Humorstil des Beraters/Therapeuten ist individuell und kommt am besten zur Entfaltung, wenn er zur jeweiligen Persönlichkeit passt.

Abstract

Humor in counselling and therapy is a very important element to find a distance to the problems, that are revealed in the therapy sessions. It is also necessary for a good atmosphere and the “easing of indurated points of view”. The article describes effective methods of performing humor and comic. The constructive humor, i.e. the common laughing about a problem and not the laughing about the person with a problem, is the main thing to note. Every counselor or therapist has to find his individual style of humor.

 

Interview

Interview mit Thomas Stölzel

S. 44-47

 

Erfahrungsberichte

Amelie Funcke:
Humor in Workshops und Seminaren – ein Erfahrungsbericht

S. 48-56

Zusammenfassung

Amelie Funcke beschreibt Erfahrungen und Erlebnisse mit Humor in Seminaren und Workshops. Anhand von einigen beispielhaften Episoden wird deutlich, wie mit Humor gearbeitet werden kann und was er Positives bewirkt. Sowohl Humor von Seiten der Moderatorin wie auch von den Teilnehmern wird betrachtet. Dabei geht es einerseits darum, aktiv mit Humor zu gestalten bzw. Räume zu öffnen und ihn zu ermöglichen, andererseits aber auch ihn geschehen zu lassen…

Abstract

Amelie Funcke describes her experiences about and with humor in seminars and workshops. Based on exemplary episodes, it becomes clear how to work with humor and what it positively does. Both humor from the facilitators side, as well as from the participants is put in consideration. On the one hand it is about using humor to encourage the participant to use humor himself. On the other hand it’s also about to allow humor to happen within the situation.

 

Kerstin Abe:
Humor als Lehr- und Therapiemittel – ein praktischer Erfahrungsbericht

S. 57-59

Zusammenfassung

Ein ganz persönlicher Erfahrungsbericht aus der Praxis über die Anwendung von Humor in der Lehre und in der Arbeit in einer ärztlichen Sprechstunde.

Abstract

A very personal field report from practice about the use of humor in teaching and in the work in a medical consultation.

 

IMPULSE

Helene Hoffmann:
Humor und warum ich bei Ihnen arbeiten sollte

S. 60-61

 

Berufspolitisches

Hans Schindler:
In der wunderschönen Zeit dazwischen (9)

S. 62-71

 

REZENSIONEN

S. 72-78

 

Nachrichten aus dem Institut

S. 79

 

WEINHEIMER KONTAKTE  

S. 80-82

 

TERMINE / VERANSTALTUNGEN

S. 83-87

Nach oben