Systhema - Heft 2 - 2018

VORWORT

Andreas Klink
S. 89

ORIGINALBEITRÄGE:    

Wilhelm Geisbauer:
Neue Autorität für Führungskräfte: Stärke statt Macht

S. 90-100

Zusammenfassung

Zeiten von schnell wechselnden Bedingungen, komplexen Zusammenhängen und unberechenbaren Entwicklungen erfordern ein besonderes Führungsverständnis. Um diese anspruchsvolle Führungsrolle effizient gestalten zu können, braucht es die Autorität der Führenden – allerdings eine „Neue Autorität“. Abgeleitet von Haim Omers Konzept stützt sich die Neue Autorität auf sieben tragende Säulen: Präsenz, Transparenz, Beharrlichkeit, Entschiedenheit, Selbstführung, Deeskalation und Vernetzung. Es geht dabei um die Entwicklung von Stärke und eine positive Befeuerung weicher Faktoren wie Vertrauen, Zuversicht, Kreativität, Teamgeist, Lernwille und Veränderungsbereitschaft. Der Autor beschreibt zudem drei Entwicklungsfelder, die Führungskräften eine solide Basis für den prozesshaften Erwerb Neuer Autorität bieten: lösungsorientierte Kommunikation, Netzwerkdenken und Reflexion.

Abstract

Rapidly changing conditions, complex interrelationships, and unpredictable developments call for special leadership skills. Efficiency in leadership can only be attained through the exercise of authority – but it must be a New Authority. Based on Haim Omer’s concept, the New Authority rests on seven pillars: presence, transparency, persistence, decisiveness, self-management, de-escalation, and networking. The object is to develop strength and actively nurture soft factors such as trust, optimism, creativity, team spirit, willingness to learn, and openness to change. Additionally, the author describes three fields of development that provide a solid basis for the acquisition processes of the New Authority: solution-focused communication, network thinking, and reflection.

 

Ilke Crone: 
Familienrekonstruktion und Aufstellungsarbeit: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

S. 101-107

Zusammenfassung

Der Artikel fokussiert auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Familienrekonstruktionen einerseits und anderen Aufstellungsformaten andererseits. Die Autorin plädiert für eine differenzierte Sprache und markiert bedeutsame Unterschiede im Setting, der Haltung der leitenden Therapeuten, der Ziele und Rahmenbedingungen der verschiedenen Formate.

Abstract

This article is focussing the similarities and differences between family reconstruction work and other types of constellation work. The author recommends a significant and appropriate wording and points out meaningful differences in attitude and self conception of the leading therapists, the main goals and determing factors and frames of constellation works.

 

Annette Just: 
Systemisch denken in der Schulsozialarbeit

S. 108-119

Zusammenfassung

Dieser Artikel richtet den Fokus „Denken in Systemen“ auf das Anwendungsfeld Schulsozialarbeit. Das Wissen über das Funktionieren von Systemen ist das Fundament systemischer Beratung. Handlungsperspektivisch ermöglicht es der Schulsozialarbeit wie der Schule einen erweiterten Blick, auch um ihr jeweiliges Potenzial gemeinsam zu nutzen.

Abstract

This article is the focus of “Thinking in systems” on the field of application of school social work. The knowledge about the functioning of systems is the foundation of systemic consulting. Action perspective allows an extended look, also to their respective potential of school social work as the school to share.

 

ERFAHRUNGSBERICHTE  

Jana Schrage:
Das Auftragskarussell für Teams

S. 120-128

Zusammenfassung

Viele Menschen, die im schulischen Kontext arbeiten, berichten von einem hohen subjektiven Druck diverser Auftraggeber und Aufträge. In der Beratung einzelner Personen habe ich das Auftragskarussell hierbei als sehr hilfreich erlebt. Ich hatte jedoch den Eindruck, dass in den Teams zu wenig Austausch darüber stattfindet, wer welche impliziten oder expliziten Aufträge wahrnimmt oder ausführt. Deshalb habe ich das Auftragskarussell erweitert, um es mit Teams anzuwenden. Dabei entwirft das Team eine gemeinsame Struktur der äußeren und inneren Auftraggeber und Aufträge und kommt in einen intensiven Austausch über eine hilfreiche (gemeinsame) Haltung den Aufträgen gegenüber.

Abstract

Many people working at school report being put under pressure by diverse parties and their assignments. I found the “Auftragskarussell” (carousel of assignments) being very helpful for counselling single persons in this context. But at the same time, I got the impression that within teams the conversation about who perceives or executes which implicit or explicit assignments was insufficient. Therefor I expanded the “Auftragskarussell” to apply it to teams. Within the process the team conceptualizes a joint structure of the external and internal parties and assignments. Furthermore, all team members get involved in a conversation about helpful (joint) positions towards the assignments.

 

Christine Jilg:
Schulsozialarbeit – Gedanken und Reflexionen aus der Praxis

S. 129-136

Zusammenfassung

Schulsozialarbeit gibt es seit fast 30 Jahren an weiterführenden Schulen. Mit der Einführung des Bildungs- und Teilhabepaketes hat Schulsozialarbeit auch in Grundschulen Einzug gehalten. Der Beitrag beschreibt Erfahrungen einer Schulsozialarbeiterin an Grundschulen. Danach muss sich Schulsozialarbeit insbesondere als Jugendhilfe vor Ort und als System im System neu verorten und etablieren.

 

Claudia Terrahe-Hecking, Jana Marek:
Vom ICH zum WIR – neue Handlungsoptionen in Schule und OGS aus den Konzepten der Professionellen Präsenz und Neuen Autorität

S. 137-144

Zusammenfassung

Der Beitrag berichtet über Erfahrungen mit Schulungen und begleitenden Supervisionen zum Konzept der professionellen Präsenz und neuen Autorität, die seit 2014 in Kooperation mit dem IF Weinheim in Iserlohn stattfinden. Über die Zeit wurde so ein fachliches Unterstützungssystem zwischen den unterschiedlichen Akteuren in den offenen Ganztagsschulen (OGS) der Stadt etabliert. Die Autorinnen beschreiben, wie sich nach der Etablierung einer Haltung von „Stärke statt Macht“ der Umgang mit alltäglichen Herausforderungen in Schule und Jugendhilfe positiv verändert.

Abstract

The article reports on experiences with trainings and accompanying supervisions on the concept of “Professional Presence” and “New Authority”, which take place in the German town Iserlohn – in cooperation with the IF Weinheim. Since 2014 a professional support system between the various actors in the city's open all-day schools (OGS) has been established. The authors describe how dealing with everyday challenges in school and youth welfare services changes positively after an attitude of "strength rather than power" has been established.

 

Peter Ueter: 
Die „Neue Autorität“ an Schule – Erfahrungen im Iserlohner Fortbildungsmodell zu den Konzepten der Professionellen Präsenz und Neuen Autorität

S. 145-147

 

Zusammenfassung

In dem Beitrag berichtet der Autor über seine positiven Erfahrungen im Iserlohner Fortbildungsmodell zu den Konzepten der Professionellen Präsenz und Neuen Autorität. An einigen Beispielen zeigt er auf, wie es durch gemeinsames pädagogisches Handeln gelingen kann, sowohl den Kindern in der Schule besser gerecht zu werden als auch angemessen auf ein unerwünschtes Verhalten zu reagieren.

Abstract

In the article, the author reports on his positive experiences in the Iserlohn training model to the concepts of “Professional presence” and “New authority”. Using a few examples, he shows how joint pedagogical action can help to better serve children at school as well as to react appropriately to unwanted behavior.

 

Susanne Bußmann:
Professionelle Präsenz in der OGS – Erfahrungen im Iserlohner Fortbildungsmodell zu den Konzepten der Professionellen Präsenz und Neuen Autorität

S. 148-150

Zusammenfassung

In dem Beitrag berichtet die Autorin über ihre positiven Erfahrungen im Iserlohner Fortbildungsmodell zu den Konzepten der Professionellen Präsenz und Neuen Autorität. An Beispielen zeigt sie auf, wie sich durch Austausch, Kooperation und Beharrlichkeit Professionelle Präsenz im Alltag einer OGS etablieren lässt.

Abstract

In the article, the author reports on her positive experiences in the Iserlohn training model on the concepts of professional presence and new authority. She uses examples to show how professional presence can be established in the everyday life of an OGS through exchange, cooperation and perseverance.

 

Reinhard Meng:
Die Neue Autorität und das Modell der Präsenz als ein verbindendes Element im Unternehmen 

S. 151-156

Zusammenfassung

In dem Beitrag berichtet der Autor über positive Erfahrungen in seinem Unternehmen mit der Verknüpfung der Handlungsfelder von Jugendhilfe und Schule über die Konzepte der Professionellen Präsenz und Neuen Autorität. Er beschreibt, welche Veränderungen die gemeinsame Entscheidung für die Implementierung der Konzepte in Gang gesetzt haben. Und er berichtet sowohl über die einzelnen Bausteine der Implementierung als auch über die positiven Auswirkungen und den Gewinn in der gesamten Organisation.

Abstract

In the article, the author reports on his positive experiences in his company by linking the fields of youth Welfare and school while relying on the concepts of professional presence and new authority. He describes the changes that arose from a joint decision to implement the concepts throughout the whole company. And he reports on important milestones of the implementation as well as on the positive impact and profit throughout the organization.

 

Isabelle Stolz:
Gesunde Azubis – ein Workshop zum Umgang mit Stress während der Ausbildung

S. 157-163

Zusammenfassung

Der Beitrag beschreibt das Konzept eines Workshops für Auszubildende zum Umgang mit Stress während der Ausbildung. Ziel des Workshops ist, dass die einzelnen Teilnehmer/innen in Zukunft reflektierter und bewusster mit Stress umgehen lernen. Thematisch besteht der Workshop neben einer Einführung und einem Abschluss aus insgesamt drei großen Einheiten: der Arbeit an Stressfaktoren und Stresskompetenzen, die Auseinandersetzung mit Stressverstärkern und deren ressourcenorientierte Betrachtung sowie die Arbeit mit dem Stresskarussell – analog zum Auftragskarussell.

 

Abstract

The article describes the concept of a workshop for trainees to deal with stress during training. The aim of the workshop is that the individual participants learn to deal with stress in a more reflective and conscious way. The workshop consists of 3 large units: 1. working on stress factors and stress competencies, 2. dealing with stress amplifiers and their resource-oriented consideration and 3. working with a method called stress carousel, analogous to the “Auftragskarussell” (carousel of assignments).

 

 

Interview

Sebastian Baumann, Cornelia Hennecke, Peter Luitjens, Hans Schindler, Arist von Schlippe:
25 Jahre SG – ein Blick zurück nach vorn 

S. 164-172

 

 

Impulse

 

Marlen Schrick: Drei Räume – das Bisherige, die Schwelle, das Neue

S. 173-174

 

 

Würdigung

Conni ist 60 geworden

S. 175-176

 

 

REZENSIONEN 

S. 177-182

 

TAGUNGSBERICHT

Claudia Terrahe-Hecking, Barbara Ollefs, Dennis Haase, Reinhard Meng:
Bericht von der 5. Internationalen NVR (Non Violent Resistance) Konferenz in Tel Aviv, Jaffo Israel

S. 183-185

 

WEINHEIMER KONTAKTE  

S. 186-187

 

TERMINE / VERANSTALTUNGEN 

S. 188-190

 

 

 

 

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Systhema - Heft 1 - 2018

VORWORT

Eva Kaiser-Nolden     
S. 4-5

ORIGINALBEITRÄGE:    

Monika Bergendahl: 
In fünf Jahren aus den 90er Jahren ins neue Jahrtausend – ein Organisationsentwicklungsprozess

Thomas Koppers: 
Externe Beratung

S. 6-19

Zusammenfassung

In diesem Beitrag wird ein Organisationsentwicklungsprozess aus zwei Perspektiven beschrieben. Der erste Teil stellt die Sicht der geschäftsführenden Leitung und internen Organisationsentwicklerin dar. Im zweiten Teil wird die Sicht des externen Beraters dargestellt. Es wird aufgezeigt, an welchem Punkt der Veränderungsprozess ins Stocken geraten ist und wie die Einbindung eines externen Beraters neue Impulse setzen kann.

Abstract

This article describes an organisational change process from two different perspectives. The first part reflects the managing director’s point of view, who also refers to herself as an internal change agent. The second part describes an externals consultant’s point of view. It shows, how this change process has fallen behind and how the involvement of external consultants can set a new pace.

 

Eva Kaiser-Nolden: 
Systemische Kultur-Erkundung in Organisationen – Inspirationen aus der Kulturforschung in Organisationen nutzen

S. 20-36

Zusammenfassung

Dieser Artikel stellt verschiedene Definitionen und Dimensionen vor, die Forscher vorrangig in der Untersuchung nationaler Kulturen beschrieben haben, und wendet diese auf Teams, Organisationen und Institutionen an. Diese verschiedenen Zugänge zu und Blickwinkel auf kulturelle Wirklichkeiten werden jeweils für die Anwendung in Teamcoaching oder Organisationsentwicklung in Frageform aufbereitet. Abschließend werden einige Vorgehensweisen beschrieben, mit denen gerade die unsichtbaren Kulturanteile erkundet werden können.

Abstract

„This article presents various definitions and dimensions which has been described by scientists, predominantly on the field of national cultures, and applies those to teams, organizations and institutions. These different approaches to and perspectives on cultural realities are prepared in form of questions for use in coaching of teams and organizational development. Finally, some procedures are being described how particularly non visible parts of a culture can be explored.

 

Roland Kubitza: 
Zwischen Familien- und Organisationslogik.
Eine Landkarte für Supervision (nicht nur) in Kindertagesstätten

S. 37-49

Zusammenfassung

Für die Supervision von Teams und Leitungen in Einrichtungen zur Betreuung von Kindern unter 6 Jahren bietet sich als eine mögliche Beschreibung von Kommunikationsstrukturen und Handlungsmustern ein angepasstes Modell der Familien- und Organisationslogiken an, wie es Arist von Schlippe für die systemische Konfliktberatung in Familien und Familienunternehmen beschrieben hat (v. Schlippe, 2014). Dieser Aufsatz geht der Frage nach, welche Auswirkungen die Spannung zwischen diesen Logiken von Familien und Organisationen in einer Kita hat, was dies für das Professionalitätsverständnis von Erzieherinnen bedeutet und welche konkreten Themen und Möglichkeiten sich daraus für die Supervision von Teams und Leitungen ergeben.

Abstract

For supervision of teams and team leaders at day care centers for children younger than six years an adapted model of family and organisation logic, as described by Arist von Schlippe for the systemic conflict consultation in families and family enterprises (V. Schlippe in 2014), offers a possible description of communication structures and action patterns. This article examines effects of the tension between these logics of family and organisation in a day care center, what this means for the professional understanding of nursery school teachers and which issues and options arise from there for supervision of teams and team leaders in practice.

 

ERFAHRUNGSBERICHT 

Maie-Brit Koch: 
Systemische Organisationsentwicklung – Konkretes aus der Kommunikationspraxis

Ein Erfahrungsbericht, wie der Werkzeugkasten der systemischen Organisations­entwicklerin der Kommunikationsberaterin dabei hilft, neue Fragen zu stellen, Unbequemes dienlich zu machen und dem Klienten den Weg in eine nachhaltigere Kommunikation zu öffnen

S. 50-60

Zusammenfassung

Dieser Beitrag führt in die Praxis der Kommunikationsberatung. Anhand eines Fallbeispiels wird gezeigt, wie bereichernd das Handwerkzeug der Systemischen Organisationsentwicklung bei sensiblen Fragestellungen innerhalb von Organisationen wirken kann. Der Beitrag dokumentiert, wie neue (systemische) Fragestellungen und die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung als Beraterin wichtige Sichtweisen auf den Klienten öffnen können.

Abstract

This article takes a glimpse into the work of a communication consultant. Based on a case study, it outlines the difference a systemic approach can make in this field. The article highlights how the tools of systemic organizational development enable the consultant to work with new perspective on the clients’ specific needs.

 

BERUFSPOLITISCHES 

Hans Schindler:
In der wunderschönen Zeit dazwischen (8) 

S. 61-66

IMPULSE

Arist von Schlippe: 
Übung zur Musterunterbrechung bei Konflikten: Kleine Kreditangebote       

S. 67-68

Eva Kaiser-Nolden: 
Metapher zur Team- und Organisationsentwicklung: Der Eisberg unseres Teams       

S. 69-70

Rezensionen

S. 71-73

TAGUNGSBERICHT

Ruth Scheuvens:
„Umgang mit Traumata“ – Konzepte der Stabilisierung. Thementag mit Alexander Korittko am 19.01.2018 in der Landesturnschule Schloss Oberwerries

S. 74-75

Weinheimer Kontakte

S. 76-78

Termine/ Veranstaltungen

S. 79-82

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