Systhema - Heft 3 - 2016

Systhema 03 2016

VORWORT

Andreas Klink, Jens Förster
S. 221-222

THEMENSCHWERPUNKT:    

Geflüchtete Menschen: Chancen, Resilienzen, Integration

Ulrich Wagner:
Sozialpsychologische Empfehlungen an Gesellschaft und Politik zum Umgang mit Geflüchteten in Deutschland

S. 223-232

Zusammenfassung

Der Artikel beschreibt und diskutiert einige sozialpsychologische Mechanismen, wie die Kategorisierung oder die Bedeutung von Gruppenmitgliedschaften und Eigengruppenaufwertung. Aus den beschriebenen Mechanismen lassen sich jeweils Empfehlungen für den gesellschaftlichen und politischen Umgang mit der gegenwärtigen Fluchtsituation ableiten, die wiederum auf gut gesicherten wissenschaftlichen Befunden basieren.   


Martina Lochmann, Andreas Klink:
newland – interkulturelles Zusammenleben gestalten in einer Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

S. 233-246

Zusammenfassung

Seit November 2015 ist in Essen mit newland eine systemisch arbeitende Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge entstanden. newland arbeitet in gemeinsamer Trägerschaft vom SkF Essen-Mitte e.V. und dem Diakoniewerk Essen. Parallel dazu wurde die Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Mädchen „DomiZiel international“ in Trägerschaft des SkF Essen-Mitte e.V. entwickelt, die im Januar 2016 die Arbeit aufnahm.
In diesem Artikel werden erste Erfahrungen aus der alltäglichen Arbeit mit den Jugendlichen beschrieben.


Olga Skrebec, Jens Förster:
Integration von Geflüchteten in Betrieben – wenn die Quadratur des Kreises zur Herausforderung wird

S. 247-257

Zusammenfassung

Die Integration von Geflüchteten in den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gewinnt vor dem Hintergrund der Flüchtlingspolitik und im Hinblick auf den demographischen Wandel in unserer heutigen Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Aber nicht nur die politischen und wirtschaftlichen Aspekte dieser Thematik sind von Relevanz. Ein ganz besonderer Stellenwert als Initiator, Bindeglied und Vermittler rund um die Integration von Geflüchteten in Betrieben kommt dabei externen oder internen Beratungssystemen zu.


Haja (Johann Jakob) Molter:
Systemisches Werkzeug für die Arbeit mit Flüchtlingen: Wie Resilienz bei Flüchtlingen und Helfern gefördert werden kann   

S. 258-263

Zusammenfassung

Der Beitrag beschreibt die Inhalte und Ergebnisse eines Workshops während des Fachtages zu systemischen Perspektiven zu Flucht – Trauma – Resilienz am 25. und 26.6.2016 in Hamm. Insbesondere wird dabei auf das Konzept der Resilienz Bezug genommen.


Sena Habib:
Kultursensibilität entwickeln

S. 264-266

Zusammenfassung

Der Beitrag beschreibt die Inhalte und Ergebnisse eines Workshops während des Fachtages zu systemischen Perspektiven zu Flucht – Trauma – Resilienz am 25. und 26.6.2016 in Hamm. Dabei werden einzelne Aspekte zum Thema Kultursensibilität beschrieben.


Antje Leitheiser, Conny Kowitz:
Herausforderungen für Fachkräfte in der Jugendhilfe: Ideen – Impulse – Fragen

S. 267-270

Zusammenfassung

Der Beitrag beschreibt die Inhalte und Ergebnisse eines Workshops während des Fachtages zu systemischen Perspektiven zu Flucht – Trauma – Resilienz am 25. und 26.6.2016 in Hamm. Dabei werden besondere Herausforderungen für jene Fachkräfte in der Jugendhilfe beschrieben, die mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen arbeiten.


Rodica Anuti-Risse: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – Handlungsoptionen für Herausforderungen im pädagogischen Gruppenalltag

S. 271-275

Zusammenfassung

Der Beitrag beschreibt die Inhalte und Ergebnisse eines Workshops während des Fachtages zu systemischen Perspektiven zu Flucht – Trauma – Resilienz am 25. und 26.6.2016 in Hamm. Anhand der Übungen aus dem Workshop werden Überlegungen und Handlungsoptionen für die alltäglichen Herausforderungen in der Arbeit mit Flüchtlingen formuliert.


Angelika Pannen-Burchartz:
Überlebensstrategien für Flüchtlinge und Helfer   

S. 276-277

Zusammenfassung

Der Beitrag beschreibt die Inhalte und Ergebnisse eines Workshops während des Fachtages zu systemischen Perspektiven zu Flucht – Trauma – Resilienz am 25. und 26.6.2016 in Hamm. Dabei werden einzelne Aspekte zu möglichen Überlebensstrategien für Flüchtlinge und Helfer beschrieben.


Bernadette Betz-Gillet:
Die Heilungskräfte des Körpers wahrnehmen, erkennen und einbeziehen   

S. 278-280

Zusammenfassung

Der Beitrag beschreibt die Inhalte und Ergebnisse eines Workshops während des Fachtages zu systemischen Perspektiven zu Flucht – Trauma – Resilienz am 25. und 26.6.2016 in Hamm. Dabei werden zunächst jene Prozesse beschrieben, die in der Entstehung eines psychischen Traumas eine Rolle spielen. Im Anschluss daran werden Hinweise gegeben, wie sich die Selbstwahrnehmung, Präsenz und Achtsamkeit traumatisierter Menschen fördern lassen, um deren Selbstregulation und Heilungskräfte zu stärken.


Mareike Petrozza, Elisabeth Langner:
Die Gruppe „Mädchen ohne Grenzen“ in Dortmund

S. 281-282


Johannes Holz:
Engagierte in der Begleitung Geflüchteter stärken – Erfahrungen aus der internationalen Zusammenarbeit in Deutschland nutzen – Ein Erfahrungsbericht

S. 283-292

Zusammenfassung

Der Artikel beschreibt Erfahrungen aus einigen Workshops mit ehrenamtlichen Helfer/innen aus Flüchtlingsinitiativen. Dabei werden Methoden aus drei unterschiedlichen Bereichen vorgestellt: 1. Globales Lernen aus Programmen der internationalen Zusammenarbeit mit Geflüchteten, 2. systemische Beratungskompetenz und 3. transkulturelle Methoden von Kommunikation.


Sarah Dobbener, Elisabeth Langner:
Flucht – Trauma – Resilienz. Teilnehmerbericht aus psychologischer und pädagogischer Perspektive

S. 293-295


Jens Förster:
„Wenn wir bleiben, sind wir wie der Strand, nicht ganz Wasser, nicht ganz Land“ – Bericht über den Fachtag „Flucht – Trauma – Resilienz“ in Hamm (25. und 26. Juni 2016)

S. 295-303


Stephan Theiling, Birgit Averbeck, Claudia Terrahe-Hecking, Karin Nöcker, Dennis Haase: Nachklänge zum „Erste-Hilfe-Fachtag“: Systemische Perspektiven zu Flucht – Trauma – Resilienz

S. 303-308

Würdigung

S. 309

Aus den Ausbildungsgruppen

S. 310-311

Rezensionen

S. 312-324

Weinheimer Kontakte

S. 325-327

Termine/ Veranstaltungen

S. 328-330

Register Jahrgang 2016, Band 30

331-334

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Systhema - Heft 2 - 2016

VORWORT

Haja Molter, Karin Nöcker
S. 104

ORIGINALBEITRÄGE   

Ute Projahn:
Zusammenarbeit zwischen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendhilfe aus Sicht einer Einrichtungsleiterin

S. 105-113

Zusammenfassung

In Einrichtungen der Jugendhilfe leben auch Kinder und Jugendliche, die neben pädagogisch-psychotherapeutischen Hilfen in mehr oder weniger starkem Maße medizinisch betreut werden müssen. Diese Interventionen werden in der Regel in Kinder- und Jugendpsychiatrien angeboten oder aber auch durch niedergelassene Kinder- und Jugendpsychiater. Es wird der Versuch unternommen, Beispiele gelungener Kooperationen zwischen den Hilfesystemen Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie aufzuzeigen.

Abstract

There are children and adolescents living in facilities of the Youth Welfare Services who need, in addition to educational assistance, psychotherapeutic support requiring varying degrees of medical care. Such interventions are generally offered by psychiatric clinics or practicing psychiatrists specialised in this field. This essay presents examples of cooperation that have been successful between the welfare systems Youth Welfare Services and Child and Adolescent Psychiatry.

Petra Göbbels, Dieter Wälte, Sabine Krönchen:
Störungsattributionen von Jugendlichen und ihren Betreuern in pädagogisch betreuten Wohngruppen

Eine empirische Untersuchung mit dem AFKA (Aachener Fragebogen zur Krankheitsattribution)

S. 114-128

Zusammenfassung

Personen stellen Krankheitstheorien auf, die unter anderem auch kausale Attributionen beinhalten. In stationären Jugendwohngruppen, dessen Klientel eine hohe Prävalenz psychischer Auffälligkeiten aufweist, findet eine intensive Zusammenarbeit von Klient und Bezugsbetreuer statt. Die folgende Studie zeigt die Störungsattributionen sowohl der jugendlichen Bewohner als auch ihrer Bezugsbetreuer, welche jeweils hohe Ursachenzuschreibungen bei den Faktoren „Familie“ und „Selbst“ aufweisen. Darüber hinaus zeigen sich im Vergleich vor allem Unterschiede in den Kausalattributionen zwischen ambulant und stationär versorgten Jugendlichen.

Abstract

People create subjective theories of diseases that also include causal attributions about it. In (therapeutic) children’s homes the professional caregivers work intensively together with their clients who have a high prevalence of psychological symptoms. The study presents the disease’s attributions patterns of both roles (clients and professionals) which show the highest attributions to the factors “family” and “self”. Furthermore the study proves significant differences between the causal attributions of teenagers who are linked to three different settings: ambulant psychiatric therapy, residential child protection services and therapeutic children’s homes.

Mirja Winter:
Die therapeutische Beziehung in der Systemischen Therapie

Über den Umgang mit den Resonanzen des Therapeuten

S. 129-138

Zusammenfassung

In der Arbeit mit Systemen sind zwischenmenschliche Beziehungen von zentraler Bedeutung. Mit Blick auf die therapeutische Beziehung wird erörtert, welchen Platz die Person des Therapeuten mit ihren Emotionen, Erlebnissen und Hypothesen im kooperativen therapeutischen Prozess einnehmen kann.

Abstract

Interpersonal relationships are of primary importance when working with systems. In reference to the therapeutic relationship, this article discusses ways in which the use of the therapist's self, with his or her emotions, experiences and hypotheses, can be placed within a cooperative therapeutic process.

Jürgen Himmelsbach:
Beratung im Anspruch nicht-normativer Ansprachen

Über Heuristik und das Echo quasi-normativer Orientierungsversuche in der systemischen Beratungspraxis

S. 139-150

Zusammenfassung

Der vorliegende Artikel ist mit leichten Abänderungen der Abschlussarbeit meiner Ausbildung zum Systemischen Therapeuten entnommen. Er befasst sich mit der systemischen Auffassung möglicher Beratungs- und Therapiepraxis vor dem Hintergrund historisch kondensierter Imperative, die, so meine Annahme, seit der Antike ein Echo bilden, aus dessen Wirkung sich auch heutige Auffassungen von Hilfe, Beratung und Therapie nicht widerspruchsfrei gelöst zu haben scheinen, und das, obwohl individualisierte Lösungsstrategien und moderne, auf Autonomie fußende Lebenskonzepte sich von normativen Verhaltensvorgaben längst emanzipiert zu haben behaupteten. Hinter diesem paradox-verklebten Phänomen verbirgt sich womöglich die Ahnung eines Über-Individuellen, das Individuellem zu nützen in der Lage erscheint und nicht ganz einfach mit der eher liberal gelagerten systemischen Praxis in Einklang zu bringen erscheint.

Abstract

This article is a slightly modified version of the thesis that concluded my training to become a systemic therapist. It deals with the systemic view of possible practices in counseling and therapy in light of historically condensed imperatives. Echoes of these imperatives can be traced back to antiquity and have a lasting effect, I believe, on contemporary notions of support, counseling, and therapy. Attempts at escaping the influence of these old imperatives seem to result in new contradictions, even though approaches to problem solving that focus on the individual, as well as modern autonomy-based conceptions of life, claim to have long since overcome normative standards of behavior. Hiding behind this intricate and paradox phenomenon may be a notion of a “super individual” that appears to be of use to the individual, yet seemingly at odds with the rather liberally-oriented systemic practice.

Nina Ernst:
Wer ist im Pflichtkontext verantwortlich?
Eine systemische Betrachtung der Arbeit im Jugendamt

S. 151-155

Zusammenfassung

Die systemisch-therapeutische Arbeit im Zwangskontext stellt für viele eine Herausforderung dar. Dieser Artikel beschreibt meine systemische Haltung im Kontext der Arbeit in einem Jugendamt. Ausgehend von der systemischen Grundannahme, dass es nicht das Vertrauen ist, dass die Basis für die helfende Beziehung in der Arbeit im Zwangskontext „Jugendamt“ bildet, versuche ich dem Zutrauen Raum zu geben. Ich habe mich gefragt, wie es gelingen kann etwas anderes, Neues zu erfinden und beschäftige mich in diesem Artikel neben der Beschreibung des Kontextes Jugendamt mit der Frage der Verantwortung.

Abstract

The systemic-therapeutic work in an enforcement context provides a challenge for many people. This article describes my systemic attitude in the context of working in a youth welfare office. Based on the systemic basic assumption that trust is not the basis for the helping relationship, I try to provide more space for the confidence. I am concerned whether it is possible to invent a different and new approach. In addition to the description of the context “youth welfare office” I am working in this article with the question of responsibility.

Albrecht Menke, Damir Mihelcic:
Das therapeutische männliche Doppel

S. 156-166

Zusammenfassung

Unsere Arbeit im Zwei-Männer-Co-Team wurde oft in Frage gestellt. Dabei sind wir ganz zufrieden mit unserer Konstellation – mit unseren Lernprozessen, mit den Ergebnissen. Im vorliegenden Text haben wir versucht mit Hilfe von Fachliteratur und der Reflexion unserer praktischen Arbeit Regeln, Vereinbarungen, Bedingungen und Fallstricke unserer Zusammenarbeit näher zu untersuchen und – fragmentarisch –

Abstract

The following article is focused on the reflection of our practical activities in our profession as family therapists working in a Two-Men-Co-Team-Constellation. In ordert to extract and describe the hidden and outspoken Agreements, Rules and Pitfalls we examined  our teamwork with the help of relevant literature and the reflection of our practical experiences.

Sophie Yvonne Verheyen, Catarina Marie Kuhnmünch:
Systemisch-konstruktivistisches Suchtpräventionsprogramm im Rahmen von Jugendhilfe an Schulen

S. 167-176

Zusammenfassung

Der Beitrag beschreibt die Umsetzung eines systemisch ausgerichteten Suchtpräventionsprogramms an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen und an einem Berufskolleg im berufsvorbereitenden Bereich. Die Autorinnen sind als Schulsozialarbeiterinnen von einem externen Träger an jeweils einer der Schulen dauerhaft eingesetzt. Sie haben das Konzept selbst entwickelt und an den beiden Schulen in Co-Arbeit verwirklicht. Der Artikel beschreibt die Inhalte des Programms, wobei die Autorinnen auf die Durchführung von sechs ausgewählten Interventionen detaillierter eingehen. Sie beschreiben die beobachteten Reaktionen der Zielgruppen und Lehrerinnen und stellen ihre eigene Wahrnehmung zur Verfügung. Abschließend gehen die Autorinnen auf die Rolle ihrer Haltung zur Umsetzung des Projekts im Kontext Schule ein.

Abstract

The present article describes the implementation of an addiction prevention program applying the systemic approach. The program was conducted at a technical college (Berufskolleg) and at a school for children with special needs (Förderschule), with the latter catering in particular to people with learning disabilities. The two authors are school social workers employed by external social service providers. Each one of them is appointed to one of the two schools mentioned. What is more, the authors developed the concept for the program on their own and cooperatively conducted it in the respective schools. Apart from presenting the contents of the program, the authors put also particular emphasis on six (methodological) interventions. They describe their observations on the target groups’ and their teachers’ reactions and provide an insight into their very own perceptions of the process. In the end, the authors address their own attitudes on the implementation of the project. More precisely, they reflect on the role their opinions on the project play with respect to school as an institutionalized locus of education.

Karla Dicks:
Supervision als Prozess

S. 177-186

Zusammenfassung

Beim vorliegenden Beitrag handelt es sich um einen Abschlussbericht, der im Rahmen der Ausbildung „Systemische Supervision und Institutionsberatung“ am IF Weinheim, Institut für Systemische Ausbildung & Entwicklung im September 2014 angefertigt wurde. Die Autorin stellt Auszüge aus der supervisorischen Fallarbeit in einer schulpsychologischen Beratungsstelle vor, berichtet über Stolper- und/oder Meilensteine sowie persönliche Erfahrungen und Entwicklungen in einem Arbeitskontext, in dem die Begriffe „richtig“ und „falsch“ oft einen besonderen Stellenwert haben.

Abstract

This article relates the findings of a final report which was submitted within the framework of the apprenticeship "Systemische Supervision und Institutionsberatung" (Systematic supervision and consultancy for institutions) at the IFWeinheim, Institut für Systemische Ausbildung & Entwicklung (Institute for Systematic Training and Development) in September 2014. The author presents excerpts from supervisory casework within a school psychological and counselling clinic, relating pitfalls and milestones as well as personal experiences and developments within a working environment in which the notions of "right" and "wrong" often have particular significance.

Nikola Siller:
Die Weisheit der Gruppe nutzen

S. 187-197

Zusammenfassung

Die Autorin beschreibt ihre originären Erfahrungen mit dem Projekt, ein dreitägiges Kommunikationstraining für ErzieherInnen im Anerkennungsjahr unter systemischen Gesichtspunkten zu konzipieren und durchzuführen. Sie spürt der Frage nach, wie die Ambivalenzen von Steuern und Loslassen, von Freiraum und Struktur, von Verflüssigen und Klarheit genutzt werden können, um lernförderliche Seminarsituationen zu schaffen. Dabei sucht sie nach einem verbindenden Muster zwischen der systemischen Haltung des Nicht-Wissens und einer interessengeleiteten und strategischen Konzeption von Wissensvermittlung. Sie beabsichtigt Lehr- und Lernkonzepte anzuwenden, die Freude machen und die das soziale Miteinander und den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft fördern.

Abstract

The author describes her original project experiences about developing and conducting a three-day communication training for educators in their practical probation year under systemic aspects. She follows up on the question how the ambivalence of steering/ guiding and letting go, of structure and breathing space, of mental openness (flowing) and mental clarity (solidifying) could be useful to construct conductive seminar learning situations. At the same time she searches for a connecting pattern between the systemic aspect of the “humble not knowing” and the interest guided and strategical concept of knowledge transmission. The author intends to make use of a variety of learning and teaching concepts, that create pleasure and support social cooperation and social cohesion within the society.

REZENSIONEN     

S. 198-206

NACHRICHTEN / WEINHEIMER KONTAKTE

S. 207-211

TERMINE / VERANSTALTUNGEN     

S. 212-214

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Systhema - Heft 1 - 2016

Systhema 01 2016

VORWORT

Cornelia Hennecke    
S. 4

ORIGINALBEITRÄGE   

Andreas Bergknapp:
Systemische Haltung zwischen Theorie und Praxis

S. 5-19

Zusammenfassung

Ansätze Systemischer Beratung unterscheiden sich von anderen Beratungsansätzen durch eine spezifische Haltung. In diesem Aufsatz wird versucht, die Einheit der Differenz der Ebenen Theorie, Haltung (Praxeologie) und Handeln (Methodologie) zu beobachten und in einigen Facetten darzustellen. Somit stellen diese Ausführungen ein Plädoyer für eine (system)theoretisch fundierte Beratungspraxis dar, in der immer wieder die eigene Haltung reflektiert wird.

Haja (Johann Jakob) Molter:
Von der Familientherapie zur systemischen Praxis

S. 20-27

Zusammenfassung

Der Beitrag gibt einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Familientherapie zur Systemischen Therapie. Er beschreibt den Übergang von einer Kybernetik 1. zur Kybernetik 2. Ordnung. Die Ansätze der Kybernetik 1. Ordnung werden als mögliche Beobachtungsstandpunkte bzw. Landkarten utilisiert, um die Förderung von Selbstorganisationsprozessen bei den Klienten anzuregen.

Abstract

The article gives a short overview about the development of systemic family therapy to systemic therapy. It specifies the transition from first order to second order cybernetics. The approaches of first order cybernetics are utilized in order to foster self organization processes by working with the clients.

Eva Kaiser-Nolden:
Coaching – systemisch betrachtet

S. 28-41

Zusammenfassung

In diesem Beitrag werden acht Begriffe der Systemtheorie definiert und auf das Praxisfeld Coaching angewendet. Im Anschluss an jede Begriffsdefinition werden verschiedene Möglichkeiten herausgearbeitet, wie ein Coach diese systemischen Ideen in der eigenen Arbeit nutzen kann. Ein Diskurs zwischen zwei imaginären Coachs soll zur gedanklichen und kommunikativen Auseinandersetzung mit systemischen Betrachtungen von Coaching einladen.

Abstract

In this article, eight concepts of systems theory are defined and applied to the practice of Coaching. Following each definition, various options are developed to utilize systemic ideas working as a coach. A conversation between two imaginary coaches should invite the reader to think and talk about systemic views on Coaching.

Martina Rummel:
Wozu Führung? 7 Thesen

S. 42-52

Zusammenfassung

Wozu Führung? Während Leaderhip-„Stile“, Techniken und Tools in Literatur und Trainingsprogrammen breit diskutiert werden, wird diese basale Frage so gut wie nie gestellt – am wenigsten vielleicht von den Führungskräften selbst. Wozu braucht man überhaupt Vorgesetzte – und wo sind sie verzichtbar? Der Artikel bietet in Form von 7 Thesen an, die Funktion von Führung zu reflektieren.

Abstract

What is leading for? Whereas leadership styles, techniques and tools are widely discussed in literature and training hardly anybody raises this basic question – least of all the leaders themselves. Why do we need leaders at all and where are they dispensible? This article offers 7 theses on the function of leading.

ERFAHRUNGSBERICHT  

Katharina Jung:
Systemische Beratung zur Studien- und Berufsorientierung – vor Ort und per Video-Telefonie. Methoden und Erfahrungen

S. 53-69

Zusammenfassung

Im Rahmen ihrer Ausbildung zur Systemischen Beraterin hat die Autorin Studien- und Berufsberatung vor Ort und per Video-Telefonie über Skype angeboten. Hier stellt sie Erfahrungen mit Methoden aus Präsenz- und Onlineberatung vor. Ihr Fazit: Studien- und Berufsberatung und eine systemische Herangehensweise ergänzen sich gut. Das systemische Vorgehen hat u.a. den Vorteil, dass die „Hintergrundbühne“ im Blick ist. Bei der Skype-Beratung lohnt es sich, kreativ zu sein und den Raum und Bewegungen zu erforschen.

Abstract

In context of her further education in systemic counseling Katharina Jung offered career counseling, both offline face-to-face and online via Skype (video-telephony). In this article she presents her experiences from both online and face-to-face counseling. Career counseling and systemic counseling compliment one another. An advantage of systemic methods is (amongst others) that the personal “background” remains in focus. When counseling via Skype it is worth it to be creative and to explore space and movement.

Jan G. Thivissen:
Integrationsleistungen eines Auszubildenden am IF Weinheim

S. 70-78

Zusammenfassung

Dieser Artikel ist Teil einer Abschlussarbeit zum Systemischen Therapeuten am IF Weinheim. Die Hypothese: Personen, welche eine systemische Weiterbildung durchlaufen, haben bestimmte Integrationsleistungen zu erbringen. Integriert werden neue, mitunter gänzlich andere Denkweisen in das eigene bestehende Weltbild. Auch auf praktischer Ebene bedarf es solcher Leistungen: Unsicherheiten bei der Anwendung neuer Techniken gilt es auszuhalten. Mit integrativer Beratung und Psychotherapie werden Bemühungen beschrieben, welche die Integration von verschiedenen Psychotherapieschulen zum Ziel hat. Hier werden fünf integrative Herangehensweisen unterschieden. Diese werden im vorliegenden Artikel genutzt, um diverse Integrationsleistungen eines Auszubildenden zu beschreiben.

Abstract

The article is part of a final paper written at end of my advanced studies “systemic therapist”. The underlying hypothesis: Each person in such a systemic program has to perform some sort of integration. You have to integrated new or even complete different ways of thinking into you consisting world view. Same on practical level: staying the ground even with uncertainty when using new techniques. Integrative counseling and therapy is a term used to describe different efforts to bring together divers therapeutic concepts. Within here five pathways towards integration are differentiated. In this article those pathways are used to describe the diverse integrative performance you have to run through when studying in such a program.

INTERVIEW

Interview zum erfolgreichen Abschluss des ersten approbierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten im Vertiefungsgebiet Systemische Therapie

S. 79-81

REZENSIONEN     

S. 82-89

NACHRICHTEN / WEINHEIMER KONTAKTE

S. 90-95

TERMINE / VERANSTALTUNGEN     

S. 96-98

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