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Verhaltenstherapie für Systemtherapeuten

Bei aller Unterschiedlichkeit haben VT und ST einiges gemeinsam: Die Konzentration auf gegenwärtiges Problemverhalten, die grundsätzliche Lösungsorientierung sowie die Achtung vor der Autonomie und Eigenverantwortung von KlientInnen. In der Verhaltenstherapie sind Techniken und Methoden zuhause, die in der Systemtherapie deutlich unterrepräsentiert sind, von SystemikerInnen aber genutzt und mit der eigenen Systemtheorie gut beschrieben werden können. Dazu gehören vor allem störungsbezogene Interventionen („Was tun bei Krankheit XY?“) und Methoden zur Veränderung von Verhalten und Kognitionen. Auch der Ansatz der Verhaltensanalyse in der Verhaltenstherapie, die aus globalen Problembeschreibungen exakte Verhaltensbeschreibungen macht, können sich SystemikerInnen für Mikro-Situationen der Psychotherapieprozesse nutzbar machen. Im Seminar sollen die Grundlagen der VT ebenso vorgestellt werden wie praktische Methoden.


Seminarinhalte:



  • Geschichte, Grundlagen und Methoden der VT

  • Problembeschreibung in der VT: S-O-R-C-Verhaltensanalyse und Funktionsanalyse von Symptomen

  • VT-Interventionen: Respondente Verfahren (Angst-Konfrontation, Reaktionsverhinderung); operante Verfahren (Aufbau neuer Verhaltensweisen); kognitive Verhaltenstherapie; Selbstkontrollverfahren

  • Ausgewählte Störungsbilder aus VT-Sicht: z.B. Angst, Zwänge, Essstörung, Depression; Schwerpunkte ggf. nach Wunsch der TeilnehmerInnen

  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten von VT und ST

Verhaltenstherapie f%C3%BCr Systemtherapeuten

Seminar-Nr.: 17WS-10-09

Kursbezeichnung: Verhaltenstherapie f%C3%BCr Systemtherapeuten

Datum: 04.12.2017 - 08.12.2017

Leitung: Hans Lieb

Ort: Karlsruhe

Gebühr: 480,00 €