Aufbau der Ausbildung

Einführung Teil I: 3 Tage
Autorität durch Beziehung – Elterliche/Professionelle Präsenz als systemisches Konzept

Einführung Teil II: 3 Tage
Neue Autorität

2 Wahlpflichtseminare: je 3 Tage
frei wählbar

Supervision
2 Tage
mit Präsentation eines eigenen Falles

 

Zertifikat Systemisches Elterncoaching


Systemisches Elterncoaching stellt ein eigenständiges, abgeschlossenes Curriculum dar, bestehend aus 14 Seminartagen mit insgesamt 118 Unterrichtsstunden.

Für das Zertifikat Systemisches Elterncoaching müssen die oben genannten Anteile erfüllt werden. Denjenigen, die noch keine systemische Ausbildung haben, wird empfohlen mit den Grundlagenseminaren „Systemisches Denken und Handeln I – Beobachtete Systeme“ und „Systemisches Denken und Handeln II – Beobachtende Systeme“ zu beginnen.

In verantwortlicher Rolle für die inhaltliche und didaktische Leitung der Ausbildung Eltern­coaching sind:

Arist v. Schlippe, Michael Grabbe, Cornelia Hennecke, Claudia Terrahe-Hecking, Tom Pinkall und Dennis Haase als LehrtherapeutInnen des IF Weinheim sowie Barbara Ollefs und Petra Girolstein als Lehrbeauftragte des IF Weinheim.

Das Team steht im ständigen Austausch hinsichtlich der Durchführung und Weiterentwicklung des Curriculums.

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Grundlagen der Ausbildung

Systemisches Elterncoaching hat sich als äußerst wirksames Angebot für Eltern in familiären Krisensituationen etabliert, in denen sie mit gewalttätigen und selbstdestruktiven Verhaltensweisen ihrer Kinder konfrontiert sind. Das Konzept wurde mittlerweile auf verschiedene Arbeitsbereiche ausgeweitet und es bestehen gute Erfahrungen in der Umsetzung in Schulen, der stationären wie ambulanten Jugendhilfe, in Elterngruppen und Kommunen (Stadtteilprojekten) sowie im Kontext von Firmen.

Haim Omer (Tel Aviv / Israel) entwickelte in den 90er Jahren das Konzept der Elterlichen Präsenz und stellte dies 1999 erstmals in Deutschland an unserem Institut vor. In seinem Konzept nutzte er das Gedankengut und die Grundhaltungen aus dem „Gewaltlosen Widerstand“ nach Mahatma Gandhi. Eltern erweitern ihre eigenen Kompetenzen und können zu Entscheidungssicherheit und kreativer Handlungsbereitschaft zurückfinden, die mit ihren Werten übereinstimmen. Die mit Arist v. Schlippe verfassten Bücher und die zahlreichen Weinheimer Osnabrücker Tagungen hatten in Europa große Resonanz.

2011 trafen sich Repräsentanten aus etlichen europäischen Ländern mit den israelischen KollegInnen in London, um auf internationalem Niveau Erfahrungen mit dem Gewaltlosen Widerstand, mit Elterlicher und Professioneller Präsenz und Neuer Autorität auszutauschen und Vorgehensweisen beim Elterncoaching abzustimmen. Es entstand das internationale Forum für gewaltlosen Widerstand NVRPsy. Ein weiteres Treffen fand 2012 in Antwerpen statt. Lehrbeauftragte und Lehrtherapeuten des IF Weinheim waren beteiligt. Wir folgen der Selbstverpflichtung, die auf diesem Treffen vereinbart wurde.

In der Ausbildung Systemisches Elterncoaching werden in den zwei jeweils 3-tägigen Seminaren „Einführung Teil I“ und „Einführung Teil II“ die Grundhaltungen und Ideen des „Gewaltlosen Widerstandes“ sowie der „Elterlichen und Professionellen Präsenz“ vorgestellt. Bei der praxis­bezogenen Umsetzung hat sich gezeigt, dass individuelle, oft mikroskopische Feinarbeit hilfreich ist.

In drei Wahlpflichtseminaren können TeilnehmerInnen die Umsetzung in ihre speziellen Arbeitsbereiche vertiefen. Dafür stehen im Wahlbereich Elterncoaching eine Reihe von Seminaren zur Auswahl, die von Mitgliedern des Kompetenznetzwerk Systemisches Elterncoaching und Professionelle Präsenz am IF Weinheim mitgestaltet werden.

Die Ausbildung wird mit dem Zertifikat Systemisches Elterncoaching / IF Weinheim abgeschlossen. Damit trägt es zur Professionalisierung und Transparenz in der immer größer werdenden Landschaft von Elterncoachings bei.

Beim Systemischen Elterncoaching handelt es sich um ein eigenständiges, unabhängiges Curriculum. Module können nicht für andere Ausbildungsgänge angerechnet werden und umgekehrt. Dieses Curriculum ist nicht für betroffene Eltern gedacht.

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Teilnahmevoraussetzungen

  • Erfahrung und praktische Tätigkeit in einem psychosozialen oder pädagogischen Arbeitsfeld
  • Möglichst einige Jahre Berufserfahrung

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Seminare

Die hier beschriebene Seminarfolge (Einführung Teil I – Einführung Teil II – Wahlpflichtseminare – Supervision) wird empfohlen.

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Kosten

Die Ausbildung kostet insgesamt € 1.564,-

Darin enthalten sind alle Seminargebühren, Supervisionen sowie Aufnahme-, Verwaltungs- und Zertifikatsgebühr:

Einführung Teil I (3 Tage): € 303,-
Einführung Teil II (3 Tage): € 303,-
2 Wahlseminare (6 Tage): € 606,-
Supervision (2 Tage): € 202,-
Zertifikatsgebühr: € 150,-

Nicht enthalten sind die Kosten im Seminarhaus.

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