Aufbau der Ausbildung

Voraussetzung:
Weiterbildung/Zertifikat Systemische Beratung oder Weiterbildung/Zertifikat Systemische Therapie

 

 

Intervision
80 UE à 45 min.

Nachgewiesene Praxis
50 dokumentierte Stunden
à 60 min.

Eigenarbeit
20 UE

Abschlussarbeit

 

Zertifikat Systemische Supervision

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Grundlagen der aufbauenden Ausbildung

AZAV zertifiziert

Systemische Supervision ist eine Beratungsform, die berufliches Denken und Handeln von Supervisoren und Supervisorinnen begleitet, um hilfreich und förderlich zu sein für den weiteren supervisorischen Prozess. Sie ist ein professionelles Verfahren der Beobachtung und Reflexion von Prozessen in Beratung und Therapie. Systemische Supervisorinnen und Supervisoren beziehen sich dabei auf unterschiedliche systemische Theorien. Eine einheitliche Theorie darüber, was Supervision sein könnte, liegt noch nicht vor.

Wir beschreiben Systemische Supervision als eine Beobachtung der Beobachtung (von der Kybernetik I. und zur Kybernetik II. Ordnung) und unterscheiden zwischen „beobachteten Systemen“ und „beobachtenden Systemen“. Die Supervisorinnen, Supervisoren lernen mit ihren Supervisanden eine Meta-Perspektive einzunehmen.

Die Aufmerksamkeit in der Supervision richtet sich auf die Interaktion zwischen Beobachter und beobachtetem System. Das bedeutet, dass der im Supervisionsprozess entstehende Erkenntnisgewinn abhängig ist vom jeweils zu beobachtenden System. Die Rolle des Supervisors/der Supervisorin und der Supervisanden und deren Einfluss auf das beobachtete System werden in den Prozessverlauf mit einbezogen.

Systemische Supervision orientiert sich an Konzepten von Neutralität, Neugier, Allparteilichkeit, Wertschätzung und Respekt vor beteiligten Personen. Kontextsensibilität und Genderperspektive werden in den Blick genommen. Respektlosigkeit eigenen Ideen und Hypothesen gegenüber fördert die Haltung, dass Supervisanden autonom und selbstverantwortlich als Experten ihrer selbst handeln.

Voraussetzungen für die Zertifizierung der Ausbildung Systemische Supervision durch das IF Weinheim

Die Ausbildung umfasst 29 Seminartage. Hinzu kommen noch 80 zu absolvierende Intervisionsgruppenstunden. Um das Zertifikat IF Weinheim zu erhalten, müssen 50 dokumentierte Praxisstunden nachgewiesen und 20 Stunden Eigenarbeit geleistet werden sowie ein ausführlicher Projektbericht einer Projektgruppenarbeit vorliegen, die während der Ausbildung unter Supervision vorgestellt wurde.

Voraussetzungen für die Zertifizierung der Ausbildung Systemische Supervision durch die Systemische Gesellschaft (SG)

  1. In Verbindung mit dem Zertifikat „Systemische Beratung SG“ oder „Systemische Therapie und Beratung SG“ ermöglicht dieses Zertifikat auch die Erlangung des SG-Zertifikates „Systemische(r) Super­visor(in)“
  2. Ohne Zertifikat „Systemische Beratung SG“ oder „Systemische Therapie und Beratung SG“ sind zu dessen Erlangung zusätzlich weitere 10 Seminartage erforderlich sowie ein Nachweis von 100 schriftlich dokumentierten SV/Beratungssitzungen während der SV-Ausbildung. Hierfür anrechenbare Seminare können von den Dozenten/der Geschäftsstelle erfragt werden. Interessenten von anderen Ausbildungsinstituten können in einem Informations­gespräch klären, ob sie die Voraussetzungen erfüllen.

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Seminarinhalte

Der Seminarteil ist in die folgende Themen unterteilen:

1. Seminar: Supervision – professionelles Handeln als systemischer Supervisor

4 Tage
Supervisionsfelder:

    • Systemische Supervision als Erkundung von Wirklichkeitskonstruktionen im Feld ­professionellen Handelns
    • Systemische Supervision als Metaperspektive – Beobachtung der Beobachtung ­(Kybernetik I. und II. Ordnung)
    • Die Rolle des Supervisors sowie des Supervisanden und deren Einfluss auf das ­beobachtete System

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    2. Seminar: Rahmenbedingungen und Auftragsklärung im Supervisionsprozess

    4 Tage

    • Klären und gestalten von Aufgaben/Aufträgen sowie Funktionen und Rollen
    • Gestaltung von Dreieckskontrakten
    • Einflüsse von Rahmenbedingungen und unterschiedlichen Kontexten

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      3. Seminar: Supervision als eigenständiges prozessorientiertes Vorgehen

      4 Tage

      • Das Zusammenspiel von Haltungen und Tools
      • Fallsupervision in psychosozialen, klinischen und unternehmerischen Kontexten
      • Umgang mit Neutralität und Allparteilichkeit im Supervisionsprozess, Nutzen von Unterschieden

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        4. Seminar: Teamsupervision

        4 Tage

        • Beschreibungen von Teams und Teamdynamiken
        • Unterstützend arbeiten bei herausfordernden, konflikthaften und belastenden Arbeitssituationen
        • Aktivieren und nutzen vorhandener Ressourcen

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        5. Seminar: Präsenz und Professionalität als systemischer Supervisor

        4 Tage

        • Berufsbilder in systemischer Supervision
        • Aspekte „kultureller Passung“
        • Persönliches Kompetenzprofil

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        6. Seminar: Professionelles Handeln in größeren Systemen

        4 Tage

        • Systemtheoretische Konzepte als Folie für die Arbeit in größeren Systemen
        • Der Umgang mit expliziten und impliziten institutionellen und individuellen Erwartungen
        • Entwickeln von Beobachtungs- und Interventionsbezugspunkten
        • Veränderungsprozesse begleiten

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        7. Seminar: Abschluss, Abschied und Ausblick

        5 Tage

        • Abschluss von Supervisionsprozessen
        • Abschiedsmuster erkennen und einbeziehen
        • Bilanzierung und Evaluation des Gesamtprozesses eines supervisorischen Prozesses und der Ausbildung

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        Kosten

        Die Ausbildung kostet 2017 insgesamt € 3.780,-.

        Darin enthalten sind alle Seminargebühren sowie Aufnahme- und Zertifikats­gebühr:

        7 Seminare (29 Tage): € 3.480,-
        Aufnahme-, Verwaltungs- und Zertifikatsgebühr: € 300,-

        Hier finden Sie Informationen zu finanziellen Fördermöglichkeiten der Ausbildung.

        Nicht enthalten sind die Kosten im Seminarhaus.

        Die Kosten reduzieren sich um € 150,- (Aufnahme- und Zertifikatsgebühr) für TeilnehmerInnen, die bereits eine Ausbildung am IF Weinheim absolviert haben.

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        Termine

        Seminar-Nr.: 17SI-01-00

        Beginn: Juni 2017, 1. Seminar: 27.06.-30.06.17
        Ort: Schmerlenbach / Nähe Aschaffenburg
        Leitung: H. Böser, M. Pestinger


        Seminar-Nr.: 17SI-02-00

        Beginn: September 2017, 1. Seminar: 25.09.-28.09.17
        Ort: Springe / Nähe Hannover
        Leitung: D. Haase, C. Hennecke, T. Pinkall

         

        Alle TeilnehmerInnen werden mit der Anmeldung zum Seminar von der Geschäftsstelle zur Übernachtung und Verpflegung im jeweiligen Seminarhaus angemeldet. Die Übernachtung im Seminarhaus wird während eines Seminars empfohlen. Die Kosten sind in der Teilnahmegebühr nicht enthalten. Bei Stornierung von Seminaren durch TeilnehmerInnen müssen diese auch das Seminarhaus absagen.

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        Teilnahmevoraussetzungen

        Informationsgespräche

        Bei offenen Fragen und Abklärung von Teilnahmevoraussetzungen besteht die Möglichkeit, ein persönliches Informationsgespräch mit einem Lehrtherapeuten/einer Lehrtherapeutin zu führen.

        Die Mailadressen der DozentInnen finden hier.

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        Anmeldeverfahren

         

        Zum Anmeldeverfahren

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