Approbationsausbildung Systemische Therapie

Das IF Weinheim ist vom Regierungspräsidium Stuttgart als staatliches Ausbildungsinstitut für Systemische Therapie bei Erwachsenen anerkannt. Die Ausbildung kann berufsbegleitend über 5 Jahre oder in Vollzeit (mind. 3 Jahre) absolviert werden und schließt mit der Berufsbezeichnung „Psychologische Psychotherapeutin/Psychologischer Psychotherapeut“ ab.

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Approbationsausbildung

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Die historische Entwicklung

Seitdem der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) im Dezember 2008 die Systemische Therapie als wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapie-Verfahren bestätigt hat, können Psycholog*innen in der Erwachsenenpsychotherapie und (Sozial-) Pädagog*innen in der Kinder- und Jugendlichentherapie, eine Ausbildung zum/zur Psychotherapeuten/in im Vertiefungsgebiet Systemische Therapie absolvieren. In einigen Bundesländern ist bereits eine Facharztweiterbildung mit Schwerpunkt Systemische Therapie möglich. In Kürze wird auch hier die Systemische Therapie den anderen Richtlinienverfahren gleichgestellt.
In Folge dieser Entwicklung war die staatliche Anerkennung als Ausbildungsstätte ein nächster logischer Schritt. Das IF Weinheim hat die berufsrechtliche Anerkennung für die staatliche Approbationsausbildung in Erwachsenenpsychotherapie und Kinder-und Jugendlichenpsychotherapie in Baden-Württemberg seit 2013. Dies ermöglichte zwar, Psychotherapeut*innen auszubilden, eine Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen war jedoch noch nicht möglich. Die sozialrechtliche Anerkennung nach SGB §5 fehlte hierfür.

Nun hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in seiner Sitzung vom 22.11.2018 den Nutzen und die medizinische Notwendigkeit der Systemischen Therapie für Erwachsene bestätigt. Eine Bestätigung für den Kinder- und Jugendlichenbereich steht noch aus. Die Systemische Therapie wird damit ein anerkanntes Richtlinienverfahren für Psychotherapie und ist somit nach der wissenschaftlichen Anerkennung auch sozialrechtlich anerkannt. Das bedeutet, dass Systemische Therapie künftig als Versicherungsleistung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden kann. Bevor die Systemische Psychotherapie als Leistung der Krankenkassen in Anspruch genommen werden und das Institut IF Weinheim eine Ausbildungsambulanz etablieren kann, muss jedoch noch die Psychotherapie-Richtlinie angepasst werden und Einzelheiten zur praktischen Anwendung geregelt werden. Der vollständige Abschluss des Verfahrens soll laut G-BA noch im Jahr 2019 erfolgen.
Die erste Ausbildungsgruppe am IF Weinheim wird nun am 21.10.2019 in Mannheim starten.

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Bestandteile der Gesamtausbildung

Die Inhalte der staatlichen Ausbildung regelt das Psychotherapeutengesetz in Verbindung mit der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung.

Insgesamt müssen 4200 Stunden an Ausbildungseinheiten absolviert werden.

Das verteilt sich auf:

  • Theoretische Ausbildung: 600 Unterrichtseinheiten (UE) à 45 Min.
  • Selbsterfahrung: 120 UE à 45 Min.
  • Praktische Tätigkeit: 1800 Stunden à 60 Min. (ca. 18 Monate), davon mind. 1200 Stunden in einer stationären psychiatrischen Einrichtung und mind. 600 Stunden in „vom Sozialversicherungsträger anerkannten Einrichtungen der psychotherapeutischen oder psychosomatischen Versorgung“, in der Praxis eines/r Arztes/Ärztin mit einer ärztlichen Weiterbildung in Psychotherapie oder eines/r Psychologischen Psychotherapeuten/in
  • Praktische Ausbildung unter Supervision: Durchführung von mind. 600 Therapiestunden (à 60 Min.) unter Supervision (davon mind. 50 Stunden in Einzelsupervision und 100 Stunden als Gruppensupervision)
  • „Freie Spitze“: Jedes Institut kann entscheiden, wie die restlichen Stunden verteilt werden (Intervisionsgruppen, Vor- und Nachbereitung von Therapien, Falldokumentationen, praktische Ausbildung etc.)
  • (fakultative) Zwischenprüfung: jedes Institut kann entscheiden, ob etwa nach der Hälfte der Ausbildung und vor Beginn der praktischen Ausbildung eine Zwischenprüfung stattfindet
  • Abschlussprüfung: Am Ende findet eine staatliche Prüfung statt, die in die Approbation mündet. Sie besteht aus einer schriftlichen Prüfung, welche vom Regierungspräsidium Stuttgart organisiert und durchgeführt wird. Daran schließt sich eine mündlichen Prüfung an, welche vom Institut IF Weinheim organisiert und durchgeführt wird.

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Voraussetzungen

Voraussetzung für die Zulassung zur staatlichen Prüfung ist ein Masterabschluss (M.Sc.) in Psychologie oder ein Diplom-Abschluss in Psychologie (Dipl.-Psych.), die jeweils das Fach Klinische Psychologie umfassen müssen. Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Kriterien zur Erfüllung der Voraussetzungen.

In zweifelhaften Einzelfällen muss die Entscheidung über die Zulassung in Abstimmung mit dem Landesprüfungsamt getroffen werden.

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Die praktische Tätigkeit

Die praktische Tätigkeit umfasst insgesamt 1800 Stunden à 60 Min. (ca. 18 Monate), davon müssen mind. 1200 Stunden in einer stationären psychiatrischen Einrichtung absolviert werden. Es gibt die Möglichkeit, die weiteren mind. 600 Stunden in „vom Sozialversicherungsträger anerkannten Einrichtungen der psychotherapeutischen oder psychosomatischen Versorgung“, in der Praxis eines/r Arztes/Ärztin mit einer ärztlichen Weiterbildung in Psychotherapie oder eines/r Psychologischen Psychotherapeuten/in zu absolvieren
Wichtig ist, dass nur jene Tätigkeit anerkannt werden kann, die im Rahmen eines Ausbildungsvertrages mit einem Ausbildungsinstitut stattfindet.

Wir haben eine Vielzahl von Kooperationsverträgen mit Kliniken geschlossen. Die Auszubildenden können sich dort bewerben. Die Kliniken gestalten das Auswahlverfahren und entscheiden über die Vergabe des Platzes.
Die Auszubildenden können weitere Kliniken zur Kooperation mit den IF Weinheim vorschlagen und einen Kooperationsvertrag anbahnen. Bitte nennen Sie uns dazu die Klinik und eine Kontaktperson in der Klinik.
Die Liste der Einrichtungen, mit denen wir bereits einen Kooperationsvertrag geschlossen haben, können Sie bei Fr. Lammers anfragen (heidrun.lammers@if-weinheim.de).

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Die theoretische Ausbildung

Für diese Ausbildung bleibt das „Typisch Weinheim“ aller unserer Aus-, Fort- und Weiterbildungen erhalten: Kontinuierliche Verbindung von Theorie, Praxis und Selbstreflexion; Durchführung der Seminare im Mehr-Tage-Setting; erfahrungsorientierte Didaktik, Vorstellung von Fallvignetten, praktische Übungen.
Die theoretische Ausbildung beinhaltet sowohl systemtheoretische als auch im klinischen Kontext praxisrelevante Inhalte.

Das Curriculum besteht aus einem modularen Aufbau von 4-, 3- und 2-tägigen Seminaren. Diese finden sowohl werktags (z.B. Mo-Do) als auch übers Wochenende statt (z.B. Sa-Mo). Ein ganzer Seminartag beinhaltet jeweils 9 Unterrichtseinheiten. Wir starten am ersten Tag um 10:00 h, an allen anderen Tagen um 9:00 h.

Ort (siehe unten) und Zeitangaben gelten sofern nichts anderes mitgeteilt wird.

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Selbsterfahrung – Weiterentwicklung der professionellen Persönlichkeit

Gegenstand der Selbsterfahrung sind die Reflexion oder Modifikation persönlicher Voraussetzungen für das therapeutische Erleben und Handeln unter Einbeziehung biographischer Aspekte sowie bedeutsame Aspekte des Erlebens und Handelns im Zusammenhang mit einer therapeutischen Beziehung und mit der persönlichen Entwicklung im Ausbildungsverlauf.

Es sind mind. 120 UE Selbsterfahrung zu leisten. Der Selbsterfahrungskurs an unserem Institut wird von 2 erfahrenen Selbsterfahrungsleiter*innen durchgeführt.
Die Selbsterfahrung findet in verschiedenen Blöcken statt:
2 x 4 Tage (Werktage) mit Übernachtung im Tagungshaus (Ort wird mitgeteilt)
2 x 2 Tage (am Wochenende) ohne verpflichtende Übernachtung (Ort wird mitgeteilt)

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Praktische Ausbildung

Es sind insgesamt mind. 600 Std. praktische Ausbildung zu erbringen. D.h. die Auszubildenden sind als Psychotherapeut*innen (unter Supervision) tätig. Dieser Teil der Ausbildung findet in der Regel in der Ausbildungsambulanz des IF Weinheim statt. Darüber hinaus kann die praktische Ausbildung auch in kooperierenden Lehrpraxen (z.B. heimatnah) stattfinden.
Nach Vereinbarung können weitere Stunden als praktische Ausbildung im Rahmen der sogenannten „Freien Spitze“ durchgeführt werden.

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Supervision

Im Rahmen der praktischen Ausbildung sind mindestens 150 Supervisionsstunden zu absolvieren, von denen mindestens 50 Stunden als Einzelsupervision durchzuführen sind. Die Gruppensupervision findet in Kleingruppen à 4 Auszubildende statt.

Die Supervision ist bei mind. drei Supervisor*innen abzuleisten und auf die in der praktischen Ausbildung durchgeführten Psychotherapien regelmäßig zu verteilen. Die Supervisionen werden zum einen von den IF Weinheim Lehrsupervisor*innen durchgeführt und zum anderen von kooperierenden Systemischen Supervisor*innen, die die entsprechenden Qualifikationsanforderungen dafür erfüllen. Es ist daher möglich, dass die Auszubildenden eine wohnortnahe Lehrsupervision wahrnehmen können. Zur Anerkennung der Supervision ist ein Kooperationsvertrag zwischen dem/der kooperierenden  Lehrsupervisor*in und der IF Weinheim GmbH notwendig.

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Freie Spitze

Die „freie Spitze“ besteht in unserer Ausbildung aus insgesamt 930 Std (= 1240 UE). Davon ist ein Teil verpflichtend (775 UE = 581,25 Std.) und ein weiterer Teil kann individuell zusammengestellt werden (465 UE = 348,75 Std.).

Der verpflichtende Teil besteht aus:

nachgewiesene Intervision160  UE
Vor- und Nachbereitung von Therapie200  UE
Literaturstudium200  UE
Zwischenprüfung (1 Std. in 2er Gruppen + Vorbereitung)15 UE
Vorbereitung der Abschlussprüfung, Falldokumentation200 UE
(= 581,25 Std.)
775 UE

Darüber hinaus kann aus unterschiedlichen Elementen die freie Spitze aufgefüllt (348,75 Std.) werden:

  • Praktische Tätigkeit
  • Selbsterfahrung (Hier finden Sie die Qualifikationsanforderung an Selbsterfahrungsleiter*innen.)
  • Supervision
  • Themenseminare aus dem Programm des IF Weinheim
  • Wahlseminare aus dem Programm anderer anerkannter Institute (nach Antrag)
  • Tagungs- und Kongressteilnahme
  • Tutorial zur Prüfungsvorbereitung in Kleingruppen (kostenpflichtig durch uns  organisiert)

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Die Dozent*innen und Supervisor*innen der Ausbildung


Dozent*innen:

Dipl.-Psych. Karin Nöcker
Dipl.-Psych. Cornelia Hennecke
Dr. rer. med. Dipl.-Psych. Martina Pestinger
Dipl.-Psych. Sebastian Baumann
Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Jens Förster
Dr. phil. Dipl.-Psych. Stephan Theiling
Dr. phil. Dipl.-Psych. Hans Lieb
Dipl.-Psych. Kerstin Dittrich
Dr. phil., Dipl.-Soz.päd. Rudolf Klein
Dipl.-Psych. Andrea Gilles
Prof. Dr. med. Barbara Wild
Dipl.-Psych. Judith Schaust
Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Kirsten von Sydow
Dr. med. Mathias Klinkerfuß, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Sozialpsychologin M.A. Sabine Timme)

Supervisor*innen:

Dipl.-Psych. Karin Nöcker, Köln
Dipl.-Psych. Cornelia Hennecke, Berlin
Dr. phil. Dipl.-Psych. Stephan Theiling, Osnabrück
Dr. phil. Dipl.-Psych. Hans Lieb, Edenkoben
Dr. med. Hagen Böser, Frankfurt
Dipl.-Psych. Haja Molter, Düsseldorf
Dipl.-Psych. Renate Weihe-Scheidt, Freiburg
Dr. med. Askan Hendrischke, Ahlen
Dipl.-Psych. Andrea Gilles, Solingen
Prof. Dr. med. Barbara Wild, Stuttgart
Dipl.-Psych. Björn Grebe, Soest
Dipl.-Psych. Ursula Brenner, Königstein/Taunus
Dr. phil. Dipl.-Psych. Brigitte Gemeinhardt, Eutin
Dr. med. Margarete Malzer-Gertz, Fachärztin für Psychotherapie, Maasbüll
Dipl.-Psych. Martina Hille-Wiemers, Bensheim
Dr. med. Mathias Klinkerfuß, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Bad Nauheim (ab 2021)

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Ausbildungsorte

Ort der theoretischen Ausbildung:

Jugendherberge Mannheim International
Rheinpromenade 21
68163  Mannheim 
Tel.  0621 822718
Fax 0621 824073
info@jugendherberge-mannheim.de

Ort und Zeitangaben gelten, sofern nichts anderes mitgeteilt wird.

Ort der praktischen Ausbildung:

Die praktische Ausbildung kann zum einen in der Ambulanz des Institutes und zum anderen in dafür anerkannten Lehrpraxen durchgeführt werden. Die Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartner*innen als Lehrpraxis muss von den Auszubildenden bei uns beantragt werden. Sofern die Qualifikationsanforderungen an die Lehrpraxisinhaber*innen erfüllt sind, kann und muss als Voraussetzung für die Anerkennung ein Kooperationsvertrag mit der IF Weinheim GmbH vor Antritt der praktischen Ausbildung geschlossen werden.

Unsere Ausbildungsambulanz befindet sich zurzeit in Weinheim.

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Start der Ausbildung

Das erste Modul der ersten Ausbildungsgruppe an unserem Institut startet
am Mo, 21.10 – Mi, 23.10.2019 und beinhaltet insgesamt 27 UE.
Die Folgetermine des Ausbildungsgangs werden bei der Informationsveranstaltung (siehe unten) mitgeteilt oder können per E-Mail bei Fr. Lammers (heidrun.lammers@if-weinheim.de) angefragt werden.

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Bewerbungsverfahren

Bitte senden Sie uns ausschließlich in elektronischer Form (PDF-Dokument) folgende Unterlagen zu:

  • Lebenslauf
  • Zeugnis M.Sc. Psychologie bzw. Psychologie-Diplom, jew. inkl. Klinischer Psychologie
  • evtl. Nachweise über einschlägige Erfahrungen in klinischen Einrichtungen

Bewerbungsgespräch

Nach Sichtung Ihrer Unterlagen und in Abhängigkeit des Ergebnisses schlagen wir Ihnen einen Termin für ein Bewerbungsgespräch vor. Dies kann sowohl face-to-face als auch z.B. per Skype durchgeführt werden und wird ca. 30 Min. dauern.  Das Bewerbungsgespräch dient zur Eruierung der persönlichen Qualifikation der Bewerber*innen.

Wir führen eine Warteliste. Allerdings wird der Zeitpunkt der Bewerbung nicht den alleinigen Aufnahmegrund (nach Erfüllen aller Voraussetzungen) darstellen können.

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Kosten

Die Kosten für die gesamte Ausbildung umfassen folgende Ausbildungsbestandteile:

  • Theoretische Ausbildung (600 UE)
  • Selbsterfahrung (120 UE)
  • Gruppensupervision (100 Std.)
  • Einzelsupervision (50 Std.)
  • Verwaltungskosten
  • Prüfungsgebühren (Zwischenprüfung und Abschlussprüfung)

Darüber hinaus sind die Unterrichtsmaterialien (Handout in Papier und PDF), Pausencatering und ein Mittagessen in der DJH Mannheim International enthalten.

Gesamtpreis € 22.085,-

Darin nicht enthalten sind Fahrtkosten, Unterkunft und sonstige Verpflegung.

Mit der Anerkennung der Systemischen Psychotherapie als Richtlinienverfahren ist die Vergütung der praktischen Ausbildung in der Ausbildungsambulanz garantiert. Somit können durch die Ausbildung Einnahmen zur „Refinanzierung“ gesichert erzielt werden.

Hier wird die Richtlinie zurzeit von den entsprechenden Gremien ausgearbeitet. Insofern sind die Abrechnungsmodalitäten für Systemische Psychotherapie noch nicht formuliert. Dies gilt auch für die Vergütung der praktischen Tätigkeit in der Ausbildungsambulanz. Laut Ankündigung soll diese noch in 2019 ausgearbeitet sein und veröffentlicht werden. Konkrete Angaben über die Vergütung der praktischen Ausbildung erfolgen auf der Basis der zukünftig gültigen Psychotherapie-Vereinbarung.

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Ansprechpartnerinnen

Leitung: Dr. rer. med. Martina Pestinger (E-Mail: martina.pestinger@if-weinheim.de)
Assistentin: Heidrun Lammers (E-Mail: heidrun.lammers@if-weinheim.de)

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Äquivalenzanerkennung von abgeschlossenen und zertifizierten Weiterbildungen (SG/DGSF) in Systemischer Therapie

Für die Anerkennung der Systemische Therapie als äquivalenter Abschluss und damit einer Reduktion des Curriculums für die Approbationsausbildung müssen wir die Unterlagen vorab prüfen und diese dem Regierungspräsidium zur Prüfung vorlegen. Das Regierungspräsidium ist die entscheidende Instanz.

Die Voraussetzung für eine Anerkennung ist eine abgeschlossene Weiterbildung in Systemischer Therapie nach den Kriterien der SG/DGSF und ein entsprechendes Zertifikat.

Falls der Abschluss anerkannt wird, sind folgende Bausteine der Approbationsausbildung noch zu absolvieren:

  • 1200 Std. PT1 (stationäre Psychiatrie)
  • 600 Std. PT2 (Psychiatrie oder Psychosomatik)
  • 600 Std. praktische Ausbildung (*1)
  • 400 UE Theorie (hier findet die Reduktion des Curriculums statt: in der vollen Ausbildung sind es 600 UE)
  • 120 UE Selbsterfahrung

*1 hier kann unter der Bedingung, dass während der ST-Weiterbildung Menschen mit Diagnosen behandelt wurden (Heilbehandlung) und ca. jede 4. Sitzung von einem/r qualifizierten Supervisor*in supervidiert wurde, eine Reduktion von max. 200 Std. beantragt werden. Dafür brauchen wir eine tabellarische Aufstellung der Behandlungseinheiten und die Angabe der Supervisor*innen (mit Qualifikationsnachweis) und der Angabe der entsprechend aufgeführten supervisorischen Einheiten.

Dies ist ein Beschluss des Regierungspräsidiums und leider haben wir keinerlei Einfluss auf diesen Beschluss. Das Regierungspräsidium beruft sich hier auf die gesetzliche Lage.

Der Preis der Ausbildung reduziert sich individuell relativ zur Äquivalenzanerkennung. Mehr Informationen dazu (Ort der Ausbildung, Kosten etc.) erhalten Sie durch unsere Informationsveranstaltungen.

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Links

Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeut*innen:

https://www.gesetze-im-internet.de/psychth-aprv/index.html

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