Sonderseminare der GastdozentInnen

Diese Seminare werden von externen KollegInnen angeboten und können von allen InteressentInnen gebucht werden.

Programm >> Seminare >> Sonderseminare der GastdozentInnen >> 2016 >> Interkulturelle Beratung: Qualifizierung in inklusiver resilienzorientierter Gesprächsführung

Interkulturelle Beratung: Qualifizierung in inklusiver resilienzorientierter Gesprächsführung

Leitidee

Haupt- und Ehrenamtliche in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern arbeiten zunehmend mit Menschen unterschiedlicher sozialer und kultureller Prägung. Dies erfordert eine besondere Aufmerksamkeit für kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Kulturelle Differenzen werden u.a. in Kommunikation, Entscheidungen und Handlungen in Beratungssituationen deutlich. Sie sind mit psychologischen, sozialen und organisatorischen Faktoren verknüpft, die oft nicht bewusst sind. Interkulturalität erleben wir im Gegenüber zu einer bestimmten Kultur. Haben wir es mit wechselnden Klienten, Kunden und Teammitgliedern mit verschiedenen sozialen und kulturellen Verwurzelungen zu tun, dann sind transkulturelle Kompetenzen gefordert. Transkulturelle Ansätze arbeiten mit den eigenen inneren Treibern und Verankerungen von Kultur, um Offenheit und Synergien zu erreichen und mit Unterschieden konstruktiv zu arbeiten.

Themen

Die Teilnehmenden erhalten eine Einführung zu Kulturverständnis („fuzzy cultures“ J. Bolten), sozialen Systemen, Kommunikation, Sozialraumorientierung. Einübung transkulturell hilfreicher Methoden, wie z.B. Problemportrait, systemische Fragetechniken, Ebenenwechsel, reflektierendes Team, Perspektivenwechsel, Rituale zu Empowerment, Umgang mit Macht, Evaluierung.

Methoden

Theoretische Inhalte werden kurz vorgestellt und in Übungen angewendet. Praxisanregungen unterstützen die persönlichen Fähigkeiten zur Gestaltung transkultureller Kommunikationsprozesse.

Kurzer Ablaufplan

a. Erfahrung mit Differenz und Kulturverständnis
b. Soziale Inklusion und Empowerment
c. Einführung in systemisches Denken und Fragen
d. Sozialraumorientierung und Resilienz
e. Struktur und Methoden transkultureller Beratung
f. Selbsterfahrungsorientierte Gemeinschaftliche Beratung

Zielgruppe

Erwachsene in beratenden Tätigkeiten, Kundenkommunikation

Lernziele

Voraussetzung für einen erfolgreichen Abschluss ist Kommunikationsfreudigkeit und Erfahrung in Gruppenleitung. Der Kurs führt zum reflektierten Umgang mit Differenz (Diversity), vermittelt systemische Gesprächstechniken und Strukturierungshilfen für Gespräche in Selbsthilfegruppen. Er stärkt Dialogkompetenz auf Beziehungs- und Arbeitsebene sowie den inneren Dialog der Ratsuchenden in multikulturellen Kontexten. Er bezieht anhand der „Gemeinschaftlichen Beratung“ Erfahrungen der Teilnehmenden ein.

Der Kurs vermittelt die Kompetenzen für die Gesprächsleitung begleiteter Selbsthilfegruppen (Orte des Zuhörens) im Landenetzwerk seelisches Wohlbefinden in kultureller Vielfalt

Leider sind alle Termine abgelaufen.

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Programm >> Seminare >> Sonderseminare der GastdozentInnen >> 2016 >> Familie – geschüttelt und gerührt: Vom Leben mit Pflegekindern

Familie – geschüttelt und gerührt: Vom Leben mit Pflegekindern

Pflegekinder verändern ihre Familien: Pflegeeltern hoffen zuweilen, eigene Probleme mit der Aufnahme des Kindes lösen zu können. Häufig handeln sie sich so neue Probleme ein, die nach kreativen und nachhaltigen Lösungen verlangen:

  • Wie verändert ein Pflegekind Dynamik und Muster des Familiensystems?
  • Wie werden Zuwendung und Rücksichtnahme innerhalb der Geschwisterreihe und seitens der Eltern neu ausgehandelt und gelebt?
  • Wie verändert die neue Situation die Paarbeziehung der Eltern? Wie kann Beratung hilfreich unterstützen?
  • Wie verändern sich Elternrollen, v. a. dann wenn es Unterschiede bei den Partnern im Wunsch, ein Kind aufzunehmen, gab? Wie können Berater damit umgehen?
  • Welche Auswirkungen haben Traumatisierungen auf Pflege- und Beratungssystem?

Selbstbilder verändern sich in Pflegefamilien, Wirklichkeitskonstruktionen transformieren sich, Regeln und Grenzen werden neu ausgehandelt etc. Familien (ver-)zweifeln zuweilen an eigenen Ansprüchen und denen des gesamten Pflege- und Hilfesystems. Zugleich gelingt auch die große Herausforderung „Pflegekind“, das Leben wird von allen Beteiligten auch als bereichernd erlebt.

Der Workshop experimentiert mit vielfältigen Familiensituationen und -konstellationen. Er möchte neue, wertschätzende Handlungsmöglichkeiten in beraterischen Situationen mit Pflegefamilien erarbeiten. So können BeraterInnen die Pflegeeltern in einem hilfreichen Umgang mit den neuen Herausforderungen im (Pflege-) Familienalltag unterstützen und den Blick auf das fokussieren, was gelingt.

In dem Workshop wird insbesondere mit den eigenen Fällen, Fragen, Narrationen und Erfahrungen der Teilnehmenden gearbeitet.

Zielgruppe: Mitarbeitende der freien Kinder- und Jugendhilfe, von (Landes-) Jugendämtern, kommunalen und staatlichen, kirchlichen, diakonischen und karitativen Einrichtungen.

Leider sind alle Termine abgelaufen.

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Programm >> Seminare >> Sonderseminare der GastdozentInnen >> 2016 >> Die Viel-Dimensionalität von Patchworkfamilien - eine therapeutische Herausforderung

Die Viel-Dimensionalität von Patchworkfamilien - eine therapeutische Herausforderung

Ein Werkzeug- und Theorieseminar

Die Patchworkfamilie ist anders als die klassische "Normalfamilie". Sie ist die moderne Großfamilie der Gegenwart. In ihr treffen zwei oder mehrere Familien-Kulturen aufeinander, die untereinander verbunden und wie in einem bunten Flickenteppich zusammengefügt werden wollen. Dabei gibt es noch keine Leitbilder wie in der Kernfamilie: "Vater-Mutter-Kind". Beziehungen und Rollen müssen neu definiert werden. Vertikale und horizontale Loyalitätsverflechtungen, für deren Bewältigung es bislang noch keine verbindlichen Erwartungen oder normativen Strategien gibt, sollten erkannt und so verändert werden, dass sie erforderliche Entwicklungsprozesse nicht be- bzw. verhindern. Das vielschichtige Gebilde der Patchworkfamilie ist somit extrem anfällig für mannigfache Störungen. Dabei gleicht keine Patchworkfamilie der anderen und dennoch gibt es Gemeinsamkeiten in der Grundstruktur.

In diesem Seminar werden wir durch die praktische Arbeit erweiterte Sichtweisen für das Leben in und das Arbeiten mit Patchworkfamilien und komplexen Familiensystemen entdecken und entwickeln.
Es besteht die Möglichkeit, eigene Fragestellungen sowie mitgebrachte "Fälle" einzubringen.

Zudem werden wir mit modifizierten Techniken, die sich für komplexe Lebensgemeinschaften eignen, wie z. B. der Umgang mit Familienskulpturen, Genogrammarbeit, Systemzeichnungen, Rollenvielfalt, Organisationspläne/Zeitpläne, etc. experimentieren.

In Form von Rollenspielen können sich die TeilnehmerInnen in die Erlebnis- und Bedeutungswelten von Menschen in Patchworkfamilien einfühlen, ein Gespür für die besonderen Konstellationen erhalten und therapeutische Unterstützungsmöglichkeiten entwickeln.

Die Viel-Dimensionalitaet von Patchworkfamilien - eine therapeutische Herausforderung

Seminar-Nr.: 16SG-04-00

Datum: 15.11.2016 - 16.11.2016

Leitung: Thomas Gerling-Nörenberg

Ort: Melle b. Osnabrück

Gebühr: 280,00 €

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